Jeder Mensch hat individuelle Bedürfnisse

In unserem Leitbild haben wir unser Verständnis von Pflege dargestellt. Ausgangspunkt ist die ganzheitliche Sichtweise des Menschen mit seinen individuellen Bedürfnissen, Stärken und Fähigkeiten, der in einem Austausch mit seiner Umwelt steht.

Die theoretischen Grundlagen für diese Betrachtungsweise finden wir in den Arbeiten der deutschen Wissenschaftlerin Monika Krohwinkel.

 

Der Mensch wirtschaftet mit seinen Mitteln

Jeder Mensch hat unendlich viele Bedürfnisse,die es zu befriedigen gilt. Dabei muss er eine Abwägung treffen zwischen der Wichtigkeit der Bedürfnisse und seinen individuellen Möglichkeiten und Mitteln, diese zu befriedigen. Diese Rangfolge und die daraus resultierenden Aktivitäten werden von persönlichen, sozialen und kulturellen Faktoren beeinflusst.

 

Hunger ist nicht gleich Hunger

Als Beispiel soll das Grundbedürfnis "Hunger" angeführt werden. Ohne Zweifel benötigt der menschliche Körper Nährstoffe, um zu funktionieren. Fehlen ihm diese Nährstoffe, signalisiert er diesen Mangel: wir haben Hunger. Wie stark, wann und in welcher Form wir dieses Hungergefühl entwickeln und was wir tun, um den Hunger zu stillen, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Es hängt davon ab, welche Erziehung wir genossen haben, in welcher Zeit wir groß geworden sind, wie sich unser Tagesablauf gestaltet und auch wie wir uns fühlen. Nicht zuletzt spielen in zunehmendem Alter auch Krankheitsprozesse eine Rolle.

Individuelle Pflege

Im Zentrum unserer Aufmerksamkeit steht also der einzelne Mensch mit seinen indivdiuellen Bedürfnissen und Wegen, diese zu befriedigen. Dabei haben wir den Hilfebedürftigen und seine Bezugsperson (z.b. Lebensgefährte) gleichermaßen im Blick. Ziel unserer Arbeit ist es, die selbständige Gestaltung von Wohlbefinden, Lebensqualität und Unabhängigkeit in der häuslichen Umgebung zu erhalten und zu fördern. Unsere Pflegefachkräfte nehmen dazu beratende Aufgaben wahr, sie leiten an und sie handeln für den Betroffenen durch die Übernahme einzelner Verrichtungen.

Systematisch pflegen

Wichtige Informationen werden schriftlich festgehalten.

Damit wir bei der Pflege keine wichtigen Informationen übersehen oder vergessen und uns nicht in der Fülle menschlichen Lebens verlieren, ist es wichtig die Arbeit zu ordnen. Dazu dient uns der Pflegeprozess, den wir schriftlich in der Patientendokumenation festhalten. Wichtige Informationen aus der Lebensgeschichte werden festgehalten. Die aktuellen Fähigkeiten und Einschränkungen werden anhand der Aktivitäten des täglichen Lebens nach einer festen Struktur erfasst. Daraus resultierend werden die wichtigen Probleme mit dem Patienten und seinen Angehörigen definiert und die kurzfristigen und langfristigen Ziele bestimmt. Schließlich gilt es gemeinsam zu planen, welche Maßnahmen von wem und in welcher Form durchgeführt werden. So vorbereitet, ist eine geordnete Zusammenarbeit und Pflege möglich, die alle wichtigen Dinge berücksichtigt hat.

 

Planen alleine reicht nicht

Wie immer im Leben: Die beste Planung nutzt nichts, wenn sich keiner daran hält.

- und:

Es kommt erstens immer anders, als man zweitens denkt!

 

Deshalb halten wir die Durchführung unserer Handlungen und die Ergebnisse schriftlich fest. Wir schreiben Besonderheiten, Veränderungen und Abweichungen auf und werten diese Informationen aus, damit die Planung keine Theorie bleibt und die angestrebten Ziele wirklich erreicht werden können.

 

 



Wer schreibt der bleibt!

Stellen Sie sich vor, Sie planen ein Familienfest, z.B. eine Hochzeit. Was gibt es da nicht alles zu bedenken. Und wie furchtbar wäre es, wenn dieses Fest nicht gelingen würde. Deshalb gehen Sie hin, nehmen Stift und Papier und schreiben sich alle wichtigen Dinge auf. - Sicherheitshalber, damit sie nichts vergessen und alle Aufgaben zur richtigen Zeit erledigen.

 

Genausoviele Aufgaben haben unsere Pflegefachkräfte zu bedenken. Schließlich geht es nicht nur um ein Fest, sondern um die Gesundheit und das Wohlbefinden eines Menschen und seiner Familie. Unvorstellbar, dies alles im Kopf behalten zu können.

 

Alles muss seine Ordnung haben

Damit keine Papierberge und ein wildes Durcheinander entstehen, benutzen wir ein einheitliches Dokumentationssystem. So weiß jeder sofort, welche Informationen wo aufzuschreiben bzw. zu finden sind. Alle Formulare sind in einer festgelegten Reihenfolge in der Patientenmappe eingeheftet. Die Mappe ist in der Regel vor Ort bei dem Patienten und wird dort an einer gemeinsam festgelegten Stelle aufbewahrt.

 

Die Patientendokumentation dient dem Patienten, dem behandelnden Hausarzt und den Pflegefachkräften unseres Pflegedienstes als Informations- und Kommunikationsmittel. Wenn der Patient damit einverstanden ist, dürfen auch weitere Personen (z.B. der Lebensgefährte) diese Mappe nutzen.

 
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