Kinästhetik

Was bedeutet Kinästhetik?
Das Wort stammt aus dem Englischen und bedeutet soviel wie „die Bewegung wahrnehmen“. Kinästhetik wurde in Amerika von Dr. Frank Hatch und Dr. Lenny Maietta Anfang der 70er-Jahre entwickelt. Schon bald fanden die Erkenntnisse ein großes Interesse in der Pflege.
Wozu ist Kinästhetik gut?
Die bewußte Wahrnehmung darüber, wie Menschen sich bewegen, hilft uns die einzelnen erforderlichen Bewegungsschritte besser zu verstehen. Bei eingeschränkter Beweglichkeit haben wir so die Möglichkeit, neue Bewegungen zu finden, die trotz der Einschränkung eine selbstständige Bewegung aufrecht erhalten.
Wie wird Kinästhetik in der Pflege eingesetzt?
Die Anwendung von Kinästhetik erleichtert alle Bewegungen und bewahrt die Selbständigkeit des betroffenen Menschen. Die hilfebedürftige Person bleibt weiter der aktive selbstbestimmte Partner. Die helfende Person unterstützt, indem sie sich auf die Bewegungen des Betroffenen einlässt und über die Bewegung eine Kommunikation mit dem Betroffenen eingeht.
Beispiel: Fortbewegen im Bett

Um die Position im Bett z.B. nach oben zu verändern, gehen viele Pflegende hin und ziehen den bettlägerigen Menschen unter die Achseln greifend nach oben. Dieses Vorgehen bewirkt:

  • der Körper schleift über das Bettlaken und es entstehen Reibungs- und Scherkräfte, die die Haut verletzen und Wunden begründen können
  • der Betroffene fühlt sich als Objekt. Er fühlt sich hilflos diesen auf ihn einwirkenden Kräften ausgeliefert.

Eine andere Methode ist es, unter den Körper zu greifen und den Patienten nach oben zu tragen. Dieses Vorgehen fühlt sich für den Patienten ähnlich unangenehm an.

  • Zusätzlich besteht die Gefahr, dass die Pflegenden aufgrund der Belastung ihre Gesundheit schädigen (Bandscheibenvorfall!).

Eine weitere Methode besteht darin, den im Bett liegenden Menschen zu bitten, die Beine anzuwinkeln und aufzustellen, den Unterkörper anzuheben und nach oben zu drücken.

  • Diese Bewegung entspricht nicht der Anatomie unseres Körpers und den daraus resultierenden Bewegungsmustern, so dass sie häufig nich funktioniert.

Kinästhetik nutzt die Antatomie und die natürlichen Bewegungsabläufe.

  • Eine Fortbewegung im Bett nach oben wird durch Verlagerungen des Körpergewichts erreicht.
  • Der Betroffene ist dabei nicht passives Objekt sondern aktiver Partner, der seine Bewegungskompetenz einsetzt und erweitert.

 

 

 

 

 



Wir halten Sie beweglich

Mit Hilfe der Kinästhetik unterstützen wir Sie dabei, Ihre Fähigkeit zur Bewegung neu zu entdecken.

 

Konkret bedeutet das:

Sie müssen Pflege nicht passiv über sich ergehen lassen, sondern sie gestalten Pflege aktiv mit.

Informationen im Internet


Hier erfahren Sie mehr über Entstehungsgeschichte, Fachbeiträge und Informationen zu Seminaren und Trainern:

Maietta-Hatch Kinaesthetics    Kinaesthetics Association


 
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