Wie kann ich die neuen Leistungen nutzen?

Leistungen bei erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz werden nach dem Kostenerstattungsprinzip gewährt. Konkret bedeutet dass, Sie gehen in Vorleistung und reichen Ihre Rechnungen der Pflegekasse ein.

 

Wen können Sie mit den Betreuungsleistungen beauftragen?

 

Der Gesetzgeber spricht hier von qualitätsgesicherten Angeboten. Dazu zählen

  • Tagespflege
  • Kurzzeitpflege
  • zugelassene niedrigschwellige Angebote (z.B. von der Alzheimer Gesellschaft)
  • Betreuungsleistungen von ambulanten Pflegediensten (Keine Grundpflege und keine Hauswirtschaft!)
  • Betreuungsleistungen, die von Pflegestützpunkten vermittelt wurden.

Wichtig! Diese Leistungen werden zusätzlich zu den Leistungen aus der Pflegestufe gewährt!

Was heißt Alltagskompetenz?

Unter Alltagskompetenz wird die Fähigkeit verstanden, seinen Alltag selbständig zu planen und zu regeln. Dazu gehört, dass ich meine Situation  einschätzen und entsprechende Handlungen daraus ableiten kann.

 

Menschen, die an einer Demenz leiden, sind häufig aufgrund ihrer Krankheit in diesen Fähigkeiten eingeschränkt. Diese Einschränkungen fangen oft ganz unmerklich an, z.B. dass ich unsicher im Straßenverkehr werde. Sie können soweit gehen, dass ich nicht mehr weiß, wo ich mich befinde.

 

Deshalb stellt der Gutachter vom Medizinischen Dienst individuell fest, ob und in welchem Umfang die Alltagskompetenz beeinträchtigt ist. Das passiert immer dann, wenn Sie einen Antrag auf Pflegestufe stellen oder einen Antrag auf Feststellung der Einschränkungen in der Alltagskompetenz.

 

Wichtige Neuerungen seit dem 1.7.2008

Ab sofort haben auch Menschen, die keine Pflegestufe haben, einen Anspruch auf diese Betreuungsleistungen.

 

Voraussetzungen:

  • Es wird ein Antrag bei der Pflegekasse gestellt
  • der Betroffene hat einen Hilfebedarf in der Grundpflege und in der Hauswirtschaft (von mindestens 1 Minute am Tag)
  • der MDK stellt eine erhebliche Einschränkung in der Alltagskompetenz fest.

Die Leistungen wurden deutlich verbessert und in 2 Gruppen eingeteilt.

 

Die Eingruppierung richtet sich nach dem Umfang und dem Schweregrad der festgestellten Beeinträchtigungen.

  • Gruppe 1 wird mit dem Begriff Grundbetrag bezeichnet. Betroffene in dieser Kategorie erhalten bis zu 100 Euro pro Monat bzw. 1200 Euro pro Jahr
  • Gruppe 2 wird mit dem Begriff erhöhter Betrag umschrieben. Für diese Menschen wird eine Kostenerstattung von bis zu 200 Euro pro Monat bzw. 2400 Euro pro Jahr gewährt.

 

 



So erhalten Sie mehr Entlastung und Zeit

Unser Angebot für Sie

Seit dem 1.10.2011 bieten wir Ihnen im Rahmen der psycho-sozialen Pflegeleistungen eine aktivierende Einzelbetreuung für Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz an. 

 

Hier erfahren Sie mehr über uns

Eine kleine Checkliste

  • Antrag stellen
  • Bescheid prüfen
  • Bei Ablehnung: Gutachten prüfen und eventuell Widerspruch einlegen
  • Bei Zusage: über Angebote informieren
  • Das geeignete Angebot auswählen
  • Mit Anbieter Leistung vereinbaren
  • Rechnung über erbrachte Leistungen bezahlen
  • Rechnung bei der Pflegekasse einreichen
 
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