Die Vision von Mitmenschlichkeit

„Ich wollte mir die Vision von einer menschenwürdigen Pflege erhalten“ sagt Manfred Schiller, Inhaber des Pflegedienstes Schiller, nach dem Motiv für die Gründung eines ambulanten Pflegedienstes gefragt.

Der gelernte Krankenpfleger begann seine Laufbahn in der inneren Medizin und auf der Intensivstation im Krankenhaus. Dort musste er feststellen, dass Pflege sich sehr stark auf die Unterstützung der medizinischen Behandlung konzentrierte und die Psyche der Patienten wenig berücksichtigt wurde. „Mir fehlte einfach der Mensch. Schließlich sollte dieser doch im Mittelpunkt stehen.“ erklärt Manfred Schiller seinen Wechsel vom Krankenhaus zum Gesundheitsamt. Nach einer abgeschlossenen Weiterbildung zum Sozialmedizinischen Assistenten konnte er die Bürger dort im Bereich der Gesundheitsvorsorge und der Gesundheitshilfe unterstützen. Als sozialmedizinischer Assistent sah Herr Schiller viele unglückliche Lebenssituationen von Menschen im häuslichen Umfeld.  Diesen Menschen zu helfen, war das Leitmotiv für den Wechsel in die häusliche Pflege. Zunächst arbeitete er vier Jahre als Krankenpfleger in einer Sozialstation und sammelte dort seine Erfahrungen. 

Am Küchentisch fing alles an

1994 war es dann soweit. Der Entschluss, einen eigenen Pflegedienst zu gründen und den Sprung ins kalte Wasser der Selbständigkeit zu wagen, war gefasst. Die Gründungsphase war sehr mühsam und langwierig. Die anstehende Einführung der Pflegeversicherung bewirkte Unsicherheiten bei Pflegediensten und Kostenträgern, so dass es niemanden gab, der mit verlässlichen Informationen bei der Konzeptionierung des neuen Unternehmens weiterhelfen konnte. „Es dauerte ein Jahr bis wir alle Verträge geklärt hatten und unseren ersten Patienten versorgen konnten“ erinnert sich der Pflegedienstinhaber.  Ein Jahr mit viel Arbeit, aber ohne Entgelt. „Geschafft haben wir das nur, weil wir sehr sparsam gelebt und fest an unsere Idee geglaubt haben“ ergänzt Frau Inge Schiller. Um Kosten zu sparen, wurde ein Teil des privaten Schlafzimmers als Büro für den Pflegedienst umgestaltet und mit  Schreibmaschine, Durchschlagpapier, Fax und Telefon ausgestattet.  „Es kam nun das eine oder andere Mal vor, dass die nachts ankommenden Faxe auf unseren Köpfen landeten“ erinnert sich das Ehepaar lachend. „Und selbstverständlich begann alles mit null Patienten, dabei saßen wir während der angegebenen Geschäftszeiten fiebernd vor dem Telefon und warteten auf Anrufe.“

Aber kontinuierlich nach und nach entwickelte sich alles. Ein PC wurde angeschafft, der erste Dienstwagen, der zweite folgte. Schnell wurde das provisorische Büro in der Privatwohnung zu klein und im Oktober 1997 erfolgte der Umzug in die ersten „richtigen“ Büroräume am Gingterkamp. Mit der inzwischen etablierten Pflegeversicherung kamen weitere Herausforderungen auf den jungen Pflegedienst zu. Schließlich erwarteten die Kostenträger qualitätsgesicherte Leistungen. Der Aufbau eines Qualitätsmanagementsystems sowie die kontinuierliche Fort- und Weiterbildung wurden interne Arbeitsschwerpunkte, um den Patienten eine optimale Versorgung anbieten zu können und im hektischen Alltag die Vision nicht aus den Augen zu verlieren.

Immer am Ball bleiben

Im Jahr 2004 wurden die Grundlagen für den fachlichen Schwerpunkt Wundmanagement gelegt. Seit 2005 arbeitet die Pflegedienstleiterin Inge Schiller als zertifizierte Wundmanagerin (Akademie ZWM Kammerlander) eng mit den niedergelassenen Ärzten und den regionalen Krankenhäusern zur Versorgung von Menschen mit chronischen Wunden zusammen.

2006 wurde auch das Büro am Gingterkamp zu klein und im März 2007 wurden zusätzlich moderne und großzügige Räume im Nordpark bezogen. Aus der Schreibmaschine hatte sich inzwischen ein aufwändiges EDV-Netzwerk entwickelt, aus dem 1. Dienstwagen war ein Fuhrpark mit 10 Fahrzeugen geworden. Seit 2007 befinden sich nun die Verwaltung im Gingterkamp und der Pflegestützpunkt am Konrad-Zuse-Ring.

Seit 2008 arbeitet der Pflegedienst an dem Aufbau eines weiteren fachlichen Schwerpunkts zur palliativen Pflege schwerstkranker und sterbender Menschen. Zwei speziell qualifizierte Pflegefachkräfte sichern auch in diesem Bereich eine professionelle Pflege von Mensch zu Mensch.

Der Pflegedienst Schiller versorgt heute mit 15 Beschäftigten rund 130 Patienten im ganzen Stadtgebiet von Mönchengladbach.

 

 



15 Jahre Pflegedienst Schiller

 
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